Maximal Minimalitisches Bergsteigen - Keine Unterstützung am Berg, Kein Einsatz von Sicherungsmitteln 

Ich mache die letzten Bewegungen mit meinen Eisgeräten, zack, zack zack. Sich in den Schnee vornüber hineinfallen zu lassen ist ein wunderbares Gefühl. Ich bin bereits viel zu lange unterwegs. Durch die Austrocknung der Atemwege habe ich mir eine Lungenentzündung zugezogen, doch davon werde ich erst im Krankenhaus in Kathmandu erfahren.

 

 

Insgesamt habe ich mir für die Besteigung etwas mehr als einen Monat Zeit genommen. Meine Erfahrung hat mir einfach gezeigt, dass ein paar Reservetage (am liebsten zwei Wochen) of den entscheidenen Unterschied machen. Während also Zeitmangel, Prügeleien, Unfälle oder kalte Füße bisher andere davon abgehalten hat den Gipfel zu besteigen, oder sie zur Abreise gezwungen hat, nähert sich das perfekte Wetterfenster für mich. So kann ich ungestört eine schöne Besteigung vornehmen. Der Berg ist zwar von alten porösen Fixseilen durchsät, doch neue wurden noch nicht verlegt - es könnten kaum bessere Bedingungen für ein authentisches Solo herrschen.